| Tour de France, 11. Etappe - 16. Juli 2008 |
Die heutige Etappe ging über 167,5 Kilometer von Lannemezan nach Foix und führte noch einmal über drei Anstiege, darunter einer der 1. Kategorie. Es gingen von Beginn einige Attacken und ich versuchte mehrmals mitzugehen. Leider waren diese Fluchtgruppen nicht von Erfolg gekrönt. Hätte mir gern heut die Chance auf einen Etappensieg erarbeitet und gleichzeitig vielleicht die ein oder andere Minute im Gesamtklassement gut gemacht. Denn bei der heutigen Etappe war schon vorher beim Blick auf das Profil klar, dass das eine Etappe für eine Ausreißergruppe wird. Bei Kilometer 35 konnte sich dann eine Gruppe erfolgreich lösen. Von uns konnte Marco Velo mitgehen. Mit diesen 13 Mann konnten hinten im Feld wohl alle gut leben, so dass der Vorsprung schnell auf einige Minuten anstieg. Am Fuße des Col de Portel hatte die Gruppe schon einen Vorsprung von fast 15 Minuten. Da war eigentlich schon klar, dass die heute wohl durchkommen würden. Einfach wurde es hinten aber dennoch nicht. Wir mussten ja über einige Berge und das auch nicht allzu langsam - denn zu weit wollte man die Gruppe ja auch nicht wegkommen lassen. Ich konnte mich aber daher gut im Feld verstecken und bin ganz gut mitgerollt heut. Die schweren Beine von vorgestern sind vergessen - zum Glück! Am Ende drehte dann Silence-Lotto noch einmal auf, um den Abstand am Ende nicht nochmal größer werden zu lassen - verringern konnten wir ihn allerdings auch nicht mehr großartig. Sind mit knapp 15 Minuten auf den Sieger Arvesen ins Ziel gekommen. Velo konnte leider nicht mehr in die Entscheidung um den Tagessieg eingreifen - ihm fehlten am Ende schlichtweg ein paar Körner, um nochmal voll anzutreten. Die nächsten drei Überführungsetappen sind ebenfalls prädestiniert für Ausreißergruppen - mal sehen, wie's so läuft bei mir. Bis morgen dann wieder, euer Christian. |
| Tour de France, 10. Etappe - 14. Juli 2008 |
Die zweite richtige Bergetappe mit dem legendären Col de Tourmalet stand heute auf dem Programm. An diesen Berg werde ich mich wohl noch ein bisschen erinnern. Schon zu Anfang der Etappe lief es nicht gut für uns. Es hatte sich eine Fluchtgruppe mit 24 Fahrern gebildet und von uns war keiner dabei. Das hatte zur Folge, dass wir mit dem Team Garmin zusammen die Nachführarbeit organisieren mussten. Wir haben die Gruppe teilweise einholen können, so dass nur noch sieben Fahrer übrig blieben. Im Anstieg hinauf zum Tourmalet habe ich dann einfach nicht meinen Tritt gefunden und musste schon nach der Hälfte reißen lassen. Meine Beine waren einfach nicht so locker wie die letzten Tage und wie noch in den Anstiegen bei der Tour de Suisse. Ich habe mich wirklich gequält, aber es ging nicht mehr. Erik Zabel ist kurz nach mir abgefallen. Zu ihm bin ich dann hingefahren und wir haben zusammen die Abfahrt genommen. Danach war ich im Grupetto mit einigen Sprintern. Hier war mir das Tempo im Schlussanstieg zu langsam und ich habe noch einmal alleine alles versucht. So konnte ich zumindest acht Minuten zurückgewinnen - auch wenn mich der Tag einiges an Zeit gekostet hat. Bin mit gut 16 Minuten Rückstand auf den Sieger ins Ziel gekommen und habe meine schöne Top Zwanzig Platzierung leider verloren. Bin nun 30. in der Gesamtwertung und freue mich, dass morgen Rennpause ist und ich mich wieder etwas erholen kann. Ab jetzt muss ich wirklich von Tag zu Tag denken und mir kurzfristige Ziele setzen. Dann werden wir sehen, wie es in den Alpen läuft und was am Ende rumkommt. Alles in allem kann ich aber dennoch, denke ich, mit meiner ersten Tour-Woche zufrieden sein. Bis Mittwoch wieder, euer Christian. |
| Tour de France, 9. Etappe - 13. Juli 2008 |
Das war heute von Anfang an eine schnelle Etappe. Björn Schröder hat es direkt nach dem Start in einer Spitzengruppe versucht, leider hatten CSC und Credit Agricole etwas dagegen und sind wieder zugefahren. Direkt im Anschluss, bei der ersten Sprintwertung, sind dann drei Fahrer vorne rausgefahren. Danach wurde es wieder etwas ruhiger, die Fluchtgruppe hatte schnell 12 Minuten Vorsprung. Euskatel hat dann das Tempo gemacht und das Geschehen kontrolliert. Das war gut für uns, denn das Tempo wurde so angenehm hoch gehalten, nicht zu schnell und nicht zu langsam. Ich habe mich die ganze Zeit gut gefühlt. In den ersten Berg haben mich unsere Jungs nach vorne rein gebracht. Weit genug vorne, was ziemlich wichtig war. Es wurde nämlich ziemlich unruhig, mit einigen Attacken. Da ist es immer wichtig weit vorne zu sein, um alles im Auge zu haben. Das hat auch relativ schnell und gut geklappt. Am ersten Berg lief es nicht ganz so gut bei mir, aber Peter Velits war die ganze Zeit an meiner Seite. Der ist ein klasse Rennen gefahren heute. Wir waren beim ersten Anstieg vorne bei den Favoriten dabei. Erik und Marco konnten in der Abfahrt noch einmal vorne zu uns aufschließen und haben mir mit Trinkflaschen ausgeholfen. Das hat mir unglaublich geholfen. In den zweiten Berg bin ich auch ganz gut rein gekommen. Als Riccardo Ricco attackiert hat, musste ich ihn aber gehen lassen. Es war wichtiger, mein eigenes Tempo weiter zu gehen. Der letzte Kilometer vom Col d'Aspin war noch mal richtig schwer. Ich habe aber alles gegeben, um so wenig Zeit wie möglich zu verlieren. In der Abfahrt musste ich ziemlich viel riskieren, aber es hat sich gelohnt. Denn ich konnte wieder zu der Favoritengruppe hinfahren. Im Finale habe ich den gesamten Tag in meinen Beinen gemerkt, vor allem als sich der ein oder andere Krampf angeschlichen hat. Zum Glück habe ich noch eine Anzeigetafel im Vorbeifahren gesehen, auf der stand, wo unsere Gruppe platziert war. Bei der ganzen Anstrengung hatte ich etwas den Überblick verloren, wie viele Ausreißer vorne weg waren. Die Zielkurve habe ich als zweiter meiner Verfolgergruppe genommen und bin richtig gut angefahren. Dass ich am Ende sogar noch Fünfter geworden bin, ist natürlich total klasse. Der Tag morgen wird noch mal ein gutes Stück Arbeit. Mal gucken, was da passieren wird. Ich fühle mich auf jeden Fall gut und bin mit Platz 19 in der Gesamtwertung absolut zufrieden. Das ist mit Abstand die beste Platzierung, die ich jemals bei der Tour hatte. So darf es gerne weitergehen. |
| Tour de France, 7. Etappe - 11. Juli 2008 |
Der Tag heute hatte es wirklich in sich. Nach dem Frühstück hatten wir eine gute halbe Stunde Transfer im Teambus vom Hotel zum Start nach Brioude. Wie jeden Tag bei der Tour war auch heute wieder eine unglaubliche Stimmung im Startort. Auf der Etappe ging es sehr stressig lost, direkt mit hohem Tempo und viel Gespringe im Hauptfeld Bergauf. Fast jeder hat es heute am Anfang mal versucht aber konnte sich keine Gruppe absetzen. Nach rund 70 Kilometern gab es einen Massensturz direkt vor mir. Zum Glück ist nichts schlimmeres passiert aber wir mussten kurz stehen bleiben. Dadurch hat sich das Peloton geteilt und die knapp 25 Fahrer an der Spitze sind einfach weiter gefahren. Das war mir völlig unbegreiflich, da man normalerweise bei so einem Sturz anhält und auf das gestürzte Hauptfeld wartet. Das war etwas ärgerlich. Für uns ist dann Peter Velits mit einem Profi aus der Lampre-Mannschaft vorne das Loch wieder zugefahren. Trotzdem hat uns es alle aber viel Kraft gekostet. Bei den beiden Bergen der zweiten Kategorie habe ich mich wieder ganz gut gefühlt und war vorne mit dabei. Auf der Abfahrt des ersten großen Anstieges ist mir dann auch noch eine Speiche im Hinterrad gerissen. Zum Glück war es an einem relativ entspannten Streckenabschnitt, so dass ich schnell wieder ins Feld zurückfahren konnte. Im entscheidenden Anstieg hat dann etwas die Spritzigkeit gefehlt und ich habe die Aufholjagd gemerkt. Der Cote de Saint-Jean de-Donne ist ein 1,7 Kilometer langer Stich mit 10 Prozent Steigung, für mich eigentlich etwas zu kurz. Länger und etwas flacher wäre mir im Finale sicherlich eher entgegen gekommen. Trotzdem bin ich mit Erik zusammen nur 33 Sekunden hinter dem Etappensieger ins Ziel gefahren. Das ist nur ein kleiner Zeitverlust, den ich bei den Anstiegen in den Pyrenäen und Alpen wieder aufholen kann. Nach dem Ziel konnten wir direkt mit dem Rad ins drei Kilometer entfernte Hotel fahren. Das ist immer sehr angenehm, da einem ein weiterer Bustransfer erspart bleibt und die Dusche und die Massagebank schneller erreicht sind. Ansonsten fühle ich mich den Umständen entsprechend gut und blicke zuversichtlich auf die kommenden Bergetappen in den Pyrenäen. |
| Tour de France, 4. Etappe, Einzelzeitfahren - 8. Juli 2008 |
Heute stand das erste Einzelzeitfahren der Tour de France an. Leider hatte ich gestern Abend erhöhte Temperatur, nach einer erholsamen Nacht war es zum Glück aber wieder besser. Ich hoffe, dass es das jetzt war und es nicht noch einmal wieder kommt. So eine Erkältung wird sicherlich nicht von heute auf morgen aus meinem Körper verschwinden, aber wenn wir in den nächsten Tagen gutes Wetter haben, wird es schon wieder. Bei den Zeitfahretappen ist der Tagesablauf immer etwas anders als sonst. Man kann etwas länger schlafen und in aller Ruhe frühstücken. Im Anschluss daran sind wir nach Cholet zum Start gefahren. Bei unserem ersten Fahrer, Björn Schröder, habe ich mich ins Begleitfahrzeug gesetzt, um mir die Strecke genau anzugucken. Danach bin ich sie selbst auf dem Rad nochmal abgefahren - das war sehr hilfreich für mich. Mit meiner Zeit bin ich recht zufrieden. Es war in etwa der Zeitabstand, den ich im Zeitfahren bei der Bayern-Rundfahrt am Ende auf Stefan Schumacher hatte. Trotzdem wäre es für mich gut und gerne 20 Sekunden schneller gegangen. Ich hatte bei den Abfahrten leider ein paar kleinere Probleme, vor allem mit der richtigen Sitzposition. Da ich aber nicht viel Zeit auf die Konkurrenz in der Gesamtwertung verloren habe, liege ich immer noch gut im Rennen. In den nächsten Tagen wird sich zeigen, wie sich das Rennen in den Bergen gestalten wird. |
| Tour de France, 1. - 3. Etappe - 5. - 7. Juli 2008 |
Die ersten drei Etappen der Tour de France 2008 sind vorbei. Es ist wie in den beiden vergangenen Jahren ein ziemlich beeindruckendes Gefühl, bei der Tour an den Start zu gehen. Die Stimmung am Streckenrand ist klasse. Überall stehen Menschen, sogar völlig abseits von Wohngegenden ist richtig viel los. Die ersten Tage waren ziemlich nervös. Björn Schröder aus unserem Team MILRAM war auf der ersten Etappe richtig stark und ist nur um ein Haar am gepunkteten Trikot vorbei gefahren. Gestern war es ähnlich unruhig, im Sprint konnte Erik als Fünfter Punkte für das Grüne Trikot sammeln. Heute auf der 3. Etappe hat es ab und zu mal geregnet. Es war sehr windig und vom Rennen her sehr gefährlich. Das Feld hätte jeden Moment von der Windkante auseinander gerissen werden können. Ich habe versucht die ganze Zeit relativ weit vorne zu fahren, um den Anschluss nicht zu verpassen. Das war etwas Kräfte zehrend, zum Glück aber nicht nur für mich, sondern auch für alle anderen. Am Ende ist dann die Verfolgergruppe dann wirklich auseinander gerissen. Ich war zum Glück vorne mit dabei. Leider haben wir die Ausreißer im Finale nicht mehr ganz eingeholt, dazu wurde im Feld ein bisschen zu viel spekuliert. Wir hatten am Schluss knapp zwei Minuten Rückstand. Erik konnte sich als Tagessechster noch ein paar Punkte für das Grüne Trikot sichern. Heute konnte man schließlich nicht viel gewinnen, aber einiges verlieren. Von daher war es gut, dass ich vorne dabei war. Bei Ricardo Ricco und Denis Menchov war das zum Beispiel etwas anders - beide haben fast 40 Sekunden auf uns verloren. In den ersten Tagen habe ich mich besonders über den Besuch meiner Familie gefreut. Leider sind alle nach dem Start der 3. Etappe schon wieder in Richtung Heimat unterwegs und ich muss die nächsten Tage jetzt alleine rumkriegen. Heute abend fühle ich mich leider nicht ganz so gut. Habe ein bisschen Fieber und hoffe, dass das morgen wieder weg ist und ich beim wichtigen Zeitfahren keine Probleme habe. Freue mich aber auf jeden Fall auf das Einzelzeitfahren morgen. Also drückt mir die Daumen, dass es morgen gut läuft bei mir. Bis nach der Etappe dann wieder, euer Christian. |
| Tour de Suisse, Pro-Tour, 8. Etappe, Bergzeitfahren - 21. Juni 2008 |
Bin heute morgen ganz locker trainieren gefahren und bin dabei den Berg so 10 Kilometer gefahren. Wollte ihn mir unbedingt vorher mal ansehen, um zu wissen, wieviel Körner ich mir am Anfang für die letzten Kilometer aufheben muss. Um ihn ganz bis oben zu fahren auf der Trainingsrunde, war er aber dann doch zu schwer. Die restlichen 15 Kilometer bin ich dann mit dem Teamauto mit hochgefahren. Danach ging's wieder zurück ins Hotel - etwas essen und noch ein bisschen relaxen. Vor meinem Start habe ich mich auf der Rolle warm gefahren, damit ich gleich 100% vom Start weg geben konnte. Die ersten Kilometer liefen auch wirklich gut. Lag bei der ersten Zwischenzeit bei Kilometer 9,1 mit 33 Sekunden Rückstand auf Voigt auf Platz 6. Als später Kreuziger diese Zeitmessung passierte, hatte ich auf ihn 55 Sekunden. Ich lag also ganz gut in der Zeit. Diesen Druck konnte ich noch einige Kilometer auf die Pedale bringen. Habe mich wirklich gut gefühlt heute. Erst auf den letzten fünf Kilometern wurde es so richtig schwer für mich. Der Anstieg wurde nochmal steiler und ich merkte, wie ich langsamer wurde. Aber es ging einfach nicht mehr. Habe mich dann die letzten Kilometer nochmal richtig gequält - hab immer nur daran gedacht, dass ich doch meine Super-Platzierung unbedingt verteidigen will. Also habe ich wirklich alles gegeben. 800 Meter vor dem Ziel überholte mich Damiano Cunego. Es ist zwar nie schön eingeholt zu werden, aber schließlich ist Cunego ein richtig guter Bergfahrer und er hatte mir jetzt 2 Minuten abgenommen - das ging ja eigentlich. Zudem konnte ich mich nochmal ein bisschen von ihm ziehen lassen. Ich meine natürlich nicht richtig! Halt nochmal so ein kleiner Kick, um kurz vorm Ziel nochmal ne Schippe draufzulegen. Bin mit meiner Zeit sehr zufrieden, auch wenn ich auf den letzten Kilometern ja leider ein wenig eingegangen bin. Hätte ich das Tempo halten können, wäre noch eine bisschen bessere Zeit drin gewesen... aber wie gesagt, eigentlich kann ich zufrieden sein. Habe für die 25 Kilometer bergauf 1:03:22 Stunde gebraucht. Bin damit Etappenelfter geworden und habe mich in der Gesamtwertung auf den 9. Platz vorgekämpft. Und damit habe ich mein Ziel, das ich mir vor dieser Etappe gesetzt habe, ja erreicht. Jetzt muss ich morgen "nur noch" gut durchkommen - dann habe ich meine erste Top-Ten-Platzierung bei einer großen Rundfahrt perfekt gemacht. Also drückt mir die Daumen, dass das klappt. Euer Christian. |
| Tour de Suisse, Pro-Tour, 7. Etappe - 20. Juni 2008 |
Über die 7. Etappe gibt's eigentlich nicht viel zu erzählen. Es war klar, dass es wieder mal Ausreißer versuchen würden. Um es selbst einmal zu versuchen, liege ich zu weit vorne in der Gesamtwertung - da lassen die Teams einen nicht wirklich entkommen. Zumindest dachte ich mir das so. Doch zwei Fahrer sahen das wohl anders. Zuerst war Thomas Lövkvist vom Team High Road in einer größeren Spitzengruppe mit von der Partie. Das war natürlich ein cooler Schachzug von High Road - nun waren die anderen Teams gefordert. Ist denen ja egal, ob Kirchen oder Lövkvist in gelb fährt. Aber die Teams der anderen Klassement-Fahrer ließen sich nicht lumpen und holten die Gruppe wieder ein. Ein paar Kilometer später attackierte der Zweiplatzierte Kreuziger - und konnte mit zwei weiteren Fahrern sogar einen Vorsprung von drei Minuten herausfahren. Kurios. Aber vielleicht dachte sich High Road - soll der sich mal ko fahren für morgen, die Gruppe holen wir eh wieder ein. Wer weiß. Naja, nach ein paar Kilometern kam er wieder zurück ins Feld. Seine Fluchtgefährten hatten ihn darum gebeten, da sie genau wussten, dass sie mit ihm zusammen schonmal gar keine Chance haben, vorne anzukommen. Dann lief es ab wie immer. Es kam ein wenig Ruhe ins Feld, bevor dann das Team des Gesamtführenden und die Sprinterteams Tempo machten, um die Gruppe wieder einzuholen. Das klappte dann auch so 15 vor Ziel. Am Ende wurde es dann nochmal hektisch. Mehrere Fahrer attackierten. Erst Cancellara, dann u.a. Fothen. Dann ging auf einmal Kirchen selbst hinterher. Da dachte ich mir, dann könnte ich's ja auch mal versuchen. Sechs Kilometer vor dem Ziel konnte ich mich aber nur wenige Meter vom Feld lösen. Auch die anderen Fahrer wurden wieder eingeholt - bis auf Cancellara. Erik war derweil in einer guten Position, gewann den Sprint vom Feld und wurde damit Zweiter. Schade, dass Cancellara mal wieder im richtigen Augenblick attackiert hat und durchkam. Morgen steht das schwere Bergzeitfahren auf dem Programm. Ich werde alles geben und schauen, was dabei herauskommt. Ich hoffe, ich kann meine Platzierung halten... und wenn's ganz gut läuft, schaff ich ja vielleicht sogar den Sprung in die Top Ten. Mal sehen... Dann drückt mir mal wieder die Daumen morgen, euer Christian. |
| Tour de Suisse, Pro-Tour, 6. Etappe - 19. Juni 2008 |
Heute ging's gleich kurz nach dem Start einen Berg der Hors Categorie hoch. Doch wir fuhren zunächst ein sehr moderates Tempo dort hoch. Zu so einem frühen Zeitpunkt und bei der Streckentopographie hätte ein Angriff auf's Gesamtklassement noch keinen Sinn gemacht. Erst kurz vor der Bergwertung löste sich eine durch mehrere Einzelattacken eine Gruppe vom Feld. Im Hauptfeld tat sich weiter nichts. Dann ging es ewige Kilometer bergab. Ab ca. 40 Kilometer vor dem Ziel ging es dann allmählich wieder bergauf. Bis dahin hatten wir vor allem aufgrund der Tempoarbeit von Euskaltel den Vorsprung auf vier Minuten verringert. Ich wollte versuchen, wieder so lange wie möglich im vorderen Teil der Gruppe zu bleiben. Hatte wieder sehr gute Beine heut und konnte wirklich lange mithalten. Erst als immer mehr Attacken gingen und das Tempo unrhythmisch wurde, habe ich reißen lassen und bin mein Tempo weiter hoch gefahren. Büßte dabei nur 38 Sekunden auf den Sieger ein und kam als 11. ins Ziel. Morgen ist nur eine wellige Etappe, auf der wohl wieder Ausreißer ihr Glück versuchen werden. Wieder ein Tag, um ein bisschen Luft zu holen für das entscheidende Bergzeitfahren am Samstag. Also dann bis morgen wieder, euer Christian. |
| Tour de Suisse, Pro-Tour, 5. Etappe - 18. Juni 2008 |
Die heutige Etappe von Domat-Ems nach Caslano hatte einige Anstiege auf dem Plan: zwei der 3. Kategorie, einen der 2. und einen der 1. Kategorie - der Lucmanier, ein Anstieg von Kilometer 25 bis 70 auf eine Höhe von 1900 Metern. Es war also klar, dass sich heute die Leute für's Gesamtklassement zeigen würden. Aber auch Ausreißer konnten ihr Glück versuchen - ich bin allerdings für solche eine Aktion zu weit vorne in der Gesamtwertung - mit nur 1:03 Minute Rückstand auf den Leader Anton würde mich keiner gehen lassen. Also wollte ich versuchen, so kräfteschonend wie möglich über die ersten Kilometer und Berge zu kommen, um auch am Schlussanstieg noch mit den Besten mitgehen zu können. Und so kam es dann auch: es wurde attackiert, weit vorn Platzierte wurden zurückgeholt, bis dann eine Gruppe mit 14 Fahrern stand, mit der zunächst mal alle leben konnten. Das brachte etwas Ruhe ins Feld. Der Lucmanier wurde schon recht schnell gefahren, aber ich konnte das Tempo gut mitgehen. Der Abstand nach vorne wurde in Grenzen gehalten und hinten fielen immer wieder einzelne Fahrer und Grüppchen ab, die aber auf der Abfahrt aber teilweise wieder heranfuhren. Bis zum letzten Anstieg des heutigen Tages machte Euskaltel das Tempo, um ihr Goldenes Trikot zu verteidigen. Dort holten wir dann auch die Spitzengruppe bis auf einen einzelnen Fahrer ein. Jetzt war das Rennen neu eröffnet. Es gingen immer wieder Attacken. Ich beteiligte mich daran, die diversen Löcher wieder zu schließen. Als dann mit Frank Schleck ein gefährlicher Mann für die Gesamtwertung attackierte, überließ ich Anton und einigen Fahrer, die vor mir liegen, die Nachführarbeit. Markus Fothen konnte dann noch zu ihm hin springen. Doch als Schleck dann stürzte, bekam die Nachführarbeit einen Bruch. Zum Einen wurde Fothen wohl nicht so gefährlich für's Klassement eingeschätzt und zum Anderen gingen wir es auch ein bisschen vorsichtiger in den spitzen Kurven an, um nicht auch einen solchen Sturz zu erleiden. Das war das Glück für Fothen. Schnell wuchs sein Vorsprung um einige Sekunden, so dass wir ihn bis zum Ziel nicht mehr einholen konnten. Glückwunsch an Fothen! Ivanov attackierte dann noch kurz vorm Ziel und holte einige Sekunden auf uns heraus und schob sich so auch vor mich in der Gesamtwertung. Ich sprintete mit in unserer kleinen Gruppe, war aber ein wenig zu früh dran und wurde noch von ein paar Fahrern überholt. Mit dem 10. Platz bin ich am Ende aber sehr zufrieden. Morgen kommt nochmal eine Bergetappe. Mal sehen, wie die Klassement-Fahrer dort agieren werden - kurz nach dem Start kommt ein Berg der Hors Categorie, aber dann ganz lange nichts, so dass wahrscheinlich viele Fahrer die Chance haben wieder aufzuschließen. Am Ende ist dann Bergankunft der 1. Kategorie. Dort wird's dann wohl nochmal heiß hergehen... Also drückt mir die Daumen, dass ich auch morgen wieder gut mithalten kann. Bis morgen abend dann, euer Christian. |
| Tour de Suisse, Pro-Tour, 4. Etappe - 17. Juni 2008 |
Auch heute hatten wir wieder erst um 14 Uhr Start. Das ist echt komisch - man weiß gar nicht, was man den ganzen Morgen machen soll. Heute habe ich bis halb 10 geschlafen und war dann frühstücken. Hab mir dann noch ein Müsli mit auf's Zimmer genommen, damit ich so zwei drei Stunden vor dem Start nochmal was essen konnte. Aber so muss man echt Zeit totschlagen. Die Stunden bis wir dann zum Start fahren, gehen voll langsam um. Man hockt auf dem Bett rum, liest oder guckt fern und wird fast ein bisschen träge wieder. Naja, von Tag zu Tag gewöhnt man sich mehr dran. Die Etappe war dann auch heute wieder wie gestern der Kampf zwischen Ausreißern und Sprintern. Schon kurz nach dem Start ging die erfolgreiche Attacke. Diesmal war einer von unserem Team Milram dabei - Matej Jurco. Sie konnten schnell einen Vorsprung herausfahren. Erst als der Vorsprung nahe der 10-Minuten-Grenze war und wir weniger als 100 Kilometer bis zum Ziel hatten, begann Euskatel mit der Nachführarbeit. Später schalteten sich wieder die Sprinterteams mit ein. Wir konnten uns angenehmerweise zurückhalten, da ja Jurco vorne war. Die Gruppe wurde an der langen Leine gelassen. Doch vor allem an den letzten beiden Anstiegen, die gar nicht so leicht zu fahren waren, wie's auf dem Papier schien, büßten die Drei Zeit ein. Sieben Kilometer vor dem Ziel hatten wir sie dann wieder gestellt - schade für Jurco und unser Team. Vielleicht hätte er den Sprint der Drei gewinnen können - unterwegs hatte er schließlich alle drei Sprintwertungen gewonnen. Naja, man weiß es nicht.. Im Sprintfinale schafften wir es diesmal nicht, Erik in eine gute Position zu fahren. Er konnte nicht in den Sprint eingreifen und wurde 23. Ich kam als 44. im vorderen Feld ins Ziel. In der Gesamtwertung hat sich natürlich nichts geändert - das sieht dann morgen schon ganz anders aus. Zwei Berge der 3., einer der 2. und ein ziemlich langer Berg der 1. Kategorie. Mal sehen, wie meine Beine morgen so sind. Werde versuchen, so weit vorne wie möglich mit drüber zu kommen. Bis morgen abend nach der 5. Etappe, euer Christian. |
| Tour de Suisse, Pro-Tour, 3. Etappe - 16. Juni 2008 |
Die 3. Etappe ging über 155 Kilometer und wies drei leichte Anstiege auf. Wie zu erwarten, wurde gleich zu Beginn attackiert. Es konnten sich gleich drei Fahrer lösen. Da sie ungefährlich für's Gesamtklassement waren, ließ man sie fahren. Niki versuchte wenig später noch nach vorne aufzuschließen - aber es gelang nicht. So wuchs der Vorsprung der Spitzengruppe stetig an - bis auf 7:30 Minuten. Dann fing zuächst Euskatel, das Team mit dem goldenen Trikot, mit der Nachführarbeit an. Näher zum Ziel hin stiegen dann auch die Sprinterteams mit ein - wir natürlich auch. Ich musste nicht mitarbeiten, da genügend Fahrer vorne für das Einholen der Spitzengruppe sorgten. So ca. 10 Kilometer vor dem Ziel hatten wir dann die Gruppe auch gestellt. Meine Kollegen brachten Erik in Position. Ich war zwar recht vorne im Feld, kam aber nicht mehr ganz nach vorne, um Erik nochmal zu helfen. Konnte meine Position aber bis zum Ziel behaupten und wurde 27. Erik landete im Massenspurt auf Rang acht. Die 4. Etappe ist ähnlich - und wird wahrscheinlich auch ähnlich verlaufen. Ich werde wohl wieder im Feld mitfahren und ein paar Körner sparen für die noch kommenden schweren Etappen. Also dann bis morgen wieder, euer Christian. |
| Tour de Suisse, Pro-Tour, 2. Etappe - 15. Juni 2008 |
Heute war schon gleich die erste schwere Bergetappe. Über die ersten beiden Berge der 3. Kategorie bin ich ohne Probleme drüber gekommen. Zum Ziel hin ging es dann noch einen recht steilen Berg der 1. Kategorie hoch. Marco hat mich am Fuße des Berges nochmal schön vorne reingefahren. Und auch meine anderen Teamkollegen haben mich noch gut unterstützt - Niki hat meine Weste genommen und Martin ist mir eine Flasche holen gegangen... leider ist er auf dem Weg zurück vom Auto im hinteren Teil des Feldes zu Fall gekommen und hat sich das Ohr eingerissen. Ganz schön schmerzhaft, aber er ist noch ins Ziel gefahren und kann auch morgen wohl weiter fahren. Bis vier Kilometer vor dem Ziel konnte ich den Favoriten des Gesamtklassements noch folgen. Dann musste ich etwas reißen lassen. Mit vier weiteren FAhrern sind wir unser recht zügiges Tempo weitergefahren und hatten im Ziel 53 Sekunden Rückstand auf den Sieger. Bin als Dritter meiner Gruppe auf Platz 13 ins Ziel gekommen und bin damit jetzt 11.in der Gesamtwertung. Die morgige Etappe ist nicht so schwer. Etwas wellig und am Ende wird's wohl wahrscheinlich einen Massensprint geben. Also dann bis morgen wieder, euer Christian. |
| Tour de Suisse, Pro-Tour, 1. Etappe - 14. Juni 2008 |
Hallo von der ersten Etappe der Tour de Suisse. Es ging über 146 Kilometer rund um Langnau. Es war eine klassische flache Auftaktetappe - viele Attacken schon gleich zu Beginn. Es konnte sich eine 3-Mann-Gruppe lösen, doch das Feld hat sie rechtzeitig vor dem Ziel wieder eingeholt. Durch einen Sturz mitten im Feld so ca. 15 vor Ziel, war das Feld in zwei Teile gerissen. Zabel war dabei in der hinteren Gruppe gelandet. Ich konnte mich vorne im Feld behaupten und bin mitgespurtet. Bin auf dem 9. Platz gelandet. Damit bin ich sehr zufrieden. Bis morgen dann wieder, euer Christian. |
| Bayern-Rundfahrt, 2.HC, 5. Etappe - 1. Juni 2008 |
Wir haben heute als geschlossenes Team versucht, dass Rennen von Beginn an zu kontrollieren und keine Fahrer gehen zu lassen, die mir in der Gesamtwertung gefährlich werden konnten. Haben dann nach langem Gespringe eine 5-Mann-Gruppe ziehen lassen. Darin war mit Bert Grabsch ein Fahrer, der in der Gesamtwertung nur 1:12 Minute hinter mir war. Doch wir entschieden uns, die Gruppe ziehen zu lassen, um Ruhe ins Feld zu bringen. Ab da an haben wir das Tempo im Feld kontrolliert, damit der Vorsprung nicht zu groß wird. Die Gruppe konnte maximal einen Vorsprung von 2:10 Minuten herausfahren. Bis zur relativ schweren Schlussrunde hatten wir den Vorsprung wieder auf 1:20 reduziert. Wir haben uns zu siebt vorne an der Spitze formiert und haben zusammen die Ausreißer wieder eingeholt. Dafür möchte ich mich bei meiner Mannschaft bedanken. Dann gingen im Feld wieder die Attacken los. Ich musste am Berg ständig aufpassen und einige Attacken mitgehen. Dabei musste ich doch einige Male nochmal ans Limit gehen. Am Ende war aber dann doch das Feld geschlossen und es kam zum Massenspurt. Ich habe Andreas Dietziker im Finale genau im Blick gehabt. Er ist angetreten und nach rechts weggesprintet, dadurch konnte ich sein Hinterrad nicht mehr halten und habe nur gehofft, dass es für mich reicht. Als er den Kopf hängen gelassen hat, wusste ich, dass es gereicht hat. Ich habe die Bayern-Rundfahrt gewonnen! Ein toller Erfolg für mich und mein Team. Das gibt mir noch mehr Moral für die nächsten Rennen. Bis zur Tour de Suisse, euer Christian. |
| Bayern-Rundfahrt, 2.HC, 4. Etappe Zeitfahren - 31. Mai 2008 |
Sind heute morgen nach dem Frühstück die Strecke einmal abgefahren, um schwierige oder gefährliche Stellen zu kennen. Um 11 Uhr hab ich dann noch zu Mittag gegessen und danach noch ein wenig ausgeruht. Vor meinem Start habe ich mich 1 1/2 Stunden warm gefahren. Als Fünftletzter bin ich auf die Strecke gegangen. Habe mir mein Rennen gut eingeteilt. Konnte über die gesamte Strecke maximales Tempo gehen. Auch über den kleinen Anstieg bin ich sehr gut drüber gekommen. Bin eine gute Zeit gefahren - habe für die 26 km 33:40 Minuten gebraucht- und habe damit einen super 4. Platz belegt. Doch das Beste daran ist, dass ich mit meiner Leistung das gelbe Trikot erobern konnte! Dass ich so weit vorne landen würde - damit hatte ich vorher nicht gerechnet. Also drückt mir nochmal die Daumen für die letzte Etappe, euer Christian. |
| Bayern-Rundfahrt, 2.HC, 3. Etappe - 30. Mai 2008 |
Auch heute auf der Etappe von Donauwörth nach Würzburg hatte ich wieder gute Beine. Nach einigen Attacken haben sich nach 65 Kilometern zwei Fahrer vom Feld gelöst, die in der Gesamtwertung ungefährlich waren. Wir haben sie erstmal ziehen lassen. Unterwegs habe ich mir bei einer Sprintwertung noch den dritten Platz ergattert und somit eine Sekunde Zeitgutschrift für die Gesamtwertung. Unser Team hat dann angefangen mit der Nachführarbeit für Niki und mich. Haben wirklich super gearbeitet heut die Jungs. 25 Kilometer vor dem Ziel haben wir die beiden dann wieder eingeholt. Wir hatten vor, im bergigen Finale nochmal ein wenig Zeit gegenüber den Konkurrenten heraus zu holen. Leider waren die Berge nicht ganz so schwer wie erwartet und wir konnten sie nicht abhängen. Zum Ziel hin bin ich wieder ganz weit vorne gefahren und habe versucht mich vom Feld doch noch einmal zu lösen. Das hat zwar dann nicht geklappt, aber ich konnte mich vorne festbeißen und bin auf den 4. Platz gespurtet. Das ist wieder ein super Ergebnis für mich - auch wenn's mal wieder knapp am Podium vorbei ist und es auch nur bis zum 3. Platz Zeitgutschrift gibt. Nun muss ich also morgen nochmal wirklich alles geben und sehen, was dann am Ende dabei herauskommt. Hoffe, dass ich unter den Top Ten bleiben kann. Also drückt mir die Daumen morgen für's Zeitfahren! Euer Christian. |
| Bayern-Rundfahrt, 2.HC, 2. Etappe - 29. Mai 2008 |
Die zweite Etappe von Straubing nach Neusäß ging über 220 Kilometer. Es gingen von Beginn einige Attacken, die aber zunächste alle vereitelt wurden. Ich habe mich immer weit vorne im Feld aufgehalten, damit ich mitgehen kann, wenn Fahrer aus der gestrigen Spitzengruppe attackieren. Aber eigentlich war es eher eine Etappe für Sprinter als für lange Ausreißversuche. Dann konnten sich drei Fahrer absetzen, die in der Gesamtwertung aber schon einige Zeit hinter uns liegen. Sie konnten sich über 10 Minuten vom Feld lösen. Im Verlaufe der Etappe setzten sich dann Fahrer von unserem Team und von Team High Road an die Spitze des Feldes, um die Gruppe wieder einzuholen. Das gelang uns so zehn Kilometer vor dem Ziel. Am Ende der Etappe ging es nochmal etwas bergan und ich nutzte diese Stelle, um ca. fünf Kilometervor dme Ziel zu attackieren. Drei Kilometer später kam das Feld mit den Sprinterteams an der Spitze von hinten wieder angerast. Schade, hätte mir gerne ein paar Sekunden für die Gesamtwertung herausgefahren - neben dem möglichen Etappensieg natürlich. Aber meine Form ist wirklich sehr gut und mal sehen, vielleicht probiere ich es morgen wieder, wenn die Etappe wieder etwas schwerer ist. Im Sprintfinale konnten meine Kollegen dann Björn Schröder noch gut nach vorne bringen - er wurde Dritter hinter Pollack und Ciolek. Bis zur 3. Etappe wieder, euer Christian. |
| Bayern-Rundfahrt, 2.HC, 1. Etappe - 28. Mai 2008 |
Hallo von der ersten deutschen Rundfahrt des Jahres. Es ist meine erste Teilnahme bei der Bayern-Rundfahrt und ich habe mich schon sehr auf den Einsatz gefreut - ist es doch leider die einzig verbliebene Rundfahrt im deutschen Rennkalender - neben der Deutschland-Tour natürlich. Habe gleich vom Start weg gemerkt, dass meine Form nach der 3-wöchigen Trainingsphase sehr gut ist. Habe mich immer weit vorne im Feld gehalten, um bei entscheidenden Attacken dabei sein zu können. Ein einzelner Fahrer von Team Elk- Haus konnte sich lösen und einen Vorsprung von knapp sieben Minuten herausfahren. Dann machten sich einige meiner Teamkollegen und einige Fahrer von anderen Teams auf die Verfolgung. Als es auf die Zielrunde mit dem 10 Kilometer langen Anstieg ging, holten wir ihn wieder ein. Jetzt musste man wachsam sein. Das Tempo wurde vor allem vom Team Gerolsteiner forciert. Das Feld wurde allmählich immer kleiner, bis letztendlich 25 Fahrer auf dem finalen Anstieg übrig blieben. Ich fühlte mich sehr gut und wollte unbedingt nochmal etwas versuchen. Doch der Anstieg war nicht schwer genug am Ende. Ich attackierte so 400 Meter vor dem Ziel - das war im Nachhinein gesehen zu früh an diesem Berg. Ich konnte mich nicht entscheidend von den anderen Fahrern absetzen und wurde wenige Meter vor dem Ziel noch von vier Fahrern abgefangen. Nunja - so wurde ich wenigstens doch noch 5. - mit dieser Platzierung kann ich dann doch ganz zufrieden sein. Außerdem hoffe ich, dass ich auf den nächsten Etappen meine Position in der Gesamtwertung verteidigen kann. Das wird vor allem beim Zeitfahren am Samstag eine echte Herausforderung. Bis morgen dann wieder, euer Christian. |
| Rund um den Henninger Turm, Frankfurt/Main - 1. Mai 2008 |
Hallo vom ersten deutschen Klassiker des Jahres - da ja Rund um Köln aufgrund des Schneefalls leider ausgefallen ist. Nach den krankheitsbedingten Ausfällen von Petacchi und Ete, hatte ich heute absolut freie Fahrt und die Unterstützung meiner Teamkollegen. Auf der ersten Rennhälfte sind meine Teamkollegen bei vielen Attacken mitgegangen. Ich hielt mich immer weit vorne im Feld auf und konzentrierte mich auf ein paar Fahrer, von denen ich überzeugt war, dass sie heute vorne mit ankommen. Als dann Wegmann und Rebellin attackierten, war für mich klar, "da musst du mit!". Wir konnten uns mit einer 25köpfigen Gruppe vom Feld absetzen. Leider war ich von unserem Team Milram der einzige Fahrer in der Spitzengruppe. Die meisten anderen Teams waren mit zwei Fahrern vertreten. Gerolsteiner sogar mit sechs Fahrern - sie machten am Anfang sehr viel Tempo, damit die Gruppe einen Vorsprung bekommen konnte. Denn hinten arbeitete das Team High Road, das die Gruppe verpasst hatte. In unserer Gruppe begann in den Bergen das Ausscheidungsfahren - von Berg zu Berg wurde die Gruppe kleiner. Am letzten Berg - dem Mammolsheimer, der sich nach der Bergwertung noch ganz schön eklig weiterzieht bis nach Königstein - verschärfte Rebellin so das Tempo, so dass wir oben nur noch zu acht waren. In der Abfahrt konnte Wesemann dann wieder zu uns aufschließen. Zu neunt hielten wir nun das Tempo hoch und verteidigten unseren Vorsprung bis nach Frankfurt. In der letzten 4,5 Kilometer langen Runde habe ich dann zwei Mal attackiert und versucht mich von der Gruppe zu lösen. Leider kam ich nicht weg. Im Spurt hielt ich mich an Rebellins Hinterrad, wobei in der Zielkurve noch ein paar Fahrer an mir vorbei steckte, so dass ich so als Sechster, Siebter auf die Zielgerade einbog. Bin einen guten Sprint gefahren und konnte auf Platz 3 vorfahren. Doch 30 Meter vor dem Ziel gingen mir die Beine auf und es kamen noch zwei Fahrer an mir vorbei. Hätte natürlich gerne den Podiumsplatz gehalten, bin aber mit meinem 5. Platz dennoch zufrieden. Denn ich habe es probiert in der letzten Runde, um meine beste Chance auf einen Sieg hier zu nutzen. Jetzt habe ich eine kleine Rennpause und bin vorraussichtlich erst wieder bei der Bayern-Rundfahrt im Einsatz. Bis dahin, euer Christian. |
| Amstel Gold Race, Niederlande - 20. April 2008 |
Wieder ein Klassiker, bei dem ich in diesem Jahr das erste Mal am Start stand. Jedoch kannte ich schon fast die gesamte Strecke - bin bei diversen anderen Rennen schon über die meisten Teilstücke gefahren - so zum Beispiel auch den Cauberg, den wir bei diesem Rennen zwei Mal hoch müssen. Habe mich vom Start sehr gut gefühlt. Hatte mir vorgenommen, immer so weit wie möglich vorne zu fahren, um nicht durch irgendwelche blöden Zwischenfälle den Anschluss nach vorne zu verlieren und zudem bis zum Ende des Rennens Ruhe zu bewahren, keine Attacken mitzugehen, sondern bis zu den entscheidenden letzten 30 Kilometern zu warten, um dann ganz vorne mit dabei sein zu können. Hat auch alles zunächst sehr gut geklappt. Konnte mich immer im vorderen Feld behaupten und bin gut über die Berge drüber. Eine Drei-Mann-Spitzengruppe wurde schon recht früh ziehen gelassen und konnte einen großen Vorsprung herausfahren - über 15 Minuten. Doch alles unbedenklich - denn bei dem Streckenprofil und den noch zu fahrenden Kilometern war es doch sehr wahrscheinlich, dass wir sie wieder einholen würden. Ab 40 Kilometer vor dem Ziel wurde es dann wie zu erwarten ein schnelleres Rennen und die Favoriten zeigten sich vorne - bereit zum "Absprung". Versuchte mein Bestes, vorne mit dabei zu bleiben. Doch an einem sehr steilen Anstieg konnte ich das Tempo dann doch nicht mehr mitgehen - ich bekam Krämpfe in den Beinen und musste die Spitzenfahrer ziehen lassen. Das war sehr ärgerlich. Habe mich bis dahin wirklich sehr gut gefühlt - aber da ging dann plötzlich nichts mehr. Kurz zuvor hatte ich sehr viel Kraft lassen müssen, nachdem mein Teamkollege Grivko unmittelbar vor mir gestürzt ist und ich wieder nach vorne an die Spitze fahren musste. Bin mit der dritten Gruppe als 46. ins Ziel gekommen. Alles in allem war es für die erste Teilnahme ganz ok. Ich hoffe, ich kann mich im nächsten Jahr verbessern. Jetzt geht es am Mittwoch erstmal weiter mit dem Flèche Wallone, dann am Sonntag Lüttich-Bastogne-Lüttich und am 1.Mai noch den Henninger Turm, bevor ich eine erste kleine Rennpause habe. Hoffe, ich kann in den Rennen nochmal meine ganz gute Form nutzen. |
| Paris-Roubaix - 13. April 2008 |
Hallo von der Königin der Klassiker wie Paris Roubaix auch genannt wird. Es war meine erste Teilnahme hier. Wir sind bereits Donnerstag angereist, um uns im Training noch einmal die wichtigsten Pavé-Passagen anzuschauen. Und das war wirklich wichtig. Wäre ich am Sonntag das erste Mal über den Wald von Arensberg gefahren, ohne ihn vorher gesehen zu haben - ich hätte mein blaues Wunder erlebt. Aber so war es genau richtig, um sich auf's Rennen einzustellen. Wollte dann im Rennen unbedingt in eine Spitzengruppe und bin die ersten 100 Kilometer fast bei jeder Attacke dabei gewesen. Ich musste ganz schön viel Körner für diese Fahrweise investieren. Die ersten Pflaster-Stücke kommen dann nach 100 km - die liefen ganz gut bei mir. Nur nach dem Wald von Arensberg, wo ich kurz hinter der ersten Gruppe raus kam, gingen bei mir so langsam die Lichter aus und als ich dann noch auf nem Pavé nen Platten bekam und ich 20 Kilometer hinter meiner Gruppe herfahren musste, hatte ich dann meinen Tiefpunkt erreicht. Wurde dann von einer großen Gruppe aufgefahren. Hab von da an die letzten 10 Plaster-Stücke genau mit runter gezählt, aber mir ging es dann auch langsam wieder etwas besser. Es war ein schöner Moment, in Roubaix die Radrennbahn bei meiner ersten Teilnahme erreicht zu haben und ich hab viel gelernt. Ich komme auf jeden Fall nächstes Jahr wieder zu diesem Rennen, auch wenn mir jetzt alle Knochen weh tun....... |
| Flandern-Rundfahrt - 6. April 2008 |
| Viele Grüße von der Flandern-Rundfahrt. Bin heute zum dritten Mal die Flandern-Rundfahrt gefahren. Hatte mir schon was für das Rennen vorgenommen, war motiviert und hatte auch alle Freiheiten vom Team. Am Start war noch alles bestens. Es war recht kalt, aber die Sonne schien - trotz angekündigten Regens. Die ersten 100 Kilometer gingen recht fix vorbei. Es gab kaum Zeit zu erholen, da ständig Attacken gingen. Aber es konnte sich keiner richtig absetzen. Wir hatten die meiste Zeit Rückenwind. Nur leider fing es genau an den entscheidenden Stellen des Rennens, an zu schneien, zu hageln und zu regnen. Was die ganze Sache noch gefährlicher machte, als sie ohnehin schon ist. Musste so fünf Kilometer vor dem Oude Kwaremont ne brutale Vollbremsung hinlegen, da sie vor mir auf einer breiten Straße gestürzt sind. Habe es dadurch nicht mehr geschafft, vor dem Beginn des Berges wieder nach vorne zu kommen. Was logisch ist - denn an dieser Stelle wollen am liebsten alle 180 Fahrer in der ersten Reihe in den Berg - das ist dann doch ziemlich aussichtslos! Danach hatten wir mit der Gruppe so gerade wieder den Anschluss an die vor uns fahrende Gruppe geschafft. Doch am Koppenberg sind dann vor uns Fahrer abgestiegen, da sie nicht mehr genug Schwung hatten. Das hat uns natürlich ziemlich ausgebremst. Da war's dann leider natürlich ganz vorbei. Danach sind wir dann trotzdem mit der Gruppe weiter Tempo gefahren und haben noch einige vor uns liegende Fahrer eingeholt. Wollte das Rennen auch auf jeden Fall zu Ende fahren, um Erfahrungen für die nächsten Jahre zu sammeln. Bei diesem Rennen ist es gut, wenn man die entscheidenden Punkte kennt, damit dann richtig agieren kann. Meine Form war so ganz gut. Aber hatte halt ein bisschen Pech und war an einer der entscheidenden Stellen nicht weit genug vorne. Möchte im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder hier starten. Denn mittelfristig traue ich mir hier schon eine Platzierung unter den ersten Zehn zu. Nächsten Sonntag fahre ich dann zum ersten Mal Paris-Roubaix in meiner Radsport-Laufbahn. Bin schon sehr gespannt und freue mich auf das Rennen. Also bis bald wieder, euer Christian. |
| Paris-Nizza - 3. Etappe - 12. März 2008 |
Leider haben mir Sturz und Erkältung doch zu sehr zu schaffen gemacht auf der heutigen Etappe. Bin nach 40 Kilometern ausgestiegen. Werde nun morgen nach Hause fliegen, mich auskurieren und mich dann wieder fit machen für die nächsten Renneinsätze. Hätte jetzt einfach keinen Sinn gemacht, sich bis zum Ende hier durchzuquälen. Hätte hier nichts reißen können und die nächsten Rennen wären auch in Gefahr geraten, wenn ich mir dann was verschleppt hätte. Also hoffe ich nun, dass ich bis Mailand-San Remo wieder fit bin und dort dann auch wieder mehr Glück habe. Werde mich zuhause etwas auskurieren und dann wieder in die Vorbereitung gehen. Wünsche meinen Teamkollegen noch viel Erfolg und mehr Glück als auf den letzten beiden Etappen - vor allem was die Stürze anbelangt. Schade, dass ich mein erstes Paris-Nizza nicht beenden konnte - hatte eigentlich eine ganz gute Form und hatte mir auch einiges vorgenommen. Aber naja - die Saison ist ja noch lang! Also bis bald dann wieder, euer Christian. |
| Paris-Nizza - 2. Etappe - 11. März 2008 |
Heute habe ich leider nicht viel Zeit zu schreiben. Bin recht heftig gestürzt und habe mir dabei tiefe Wunden am Ellenbogen und am Oberschenkel zugezogen und einige Prellungen. Werde jetzt noch vom Doc behandelt und hoffe, dass ich morgen fahren kann. Also dann bis morgen wieder, euer Christian. |
| Paris-Nizza - 1. Etappe - 10. März 2008 |
Heute hatten wir richtiges Mistwetter bei der "Fahrt zur Sonne". Kann also nur besser werden... Die Veranstalter ließen sich netterweise darauf ein, die Etappe zu verkürzen. So mussten wir "nur" 95 Kilometer dem Sturm und Regen trotzen. Gleich zu Beginn ging es durch den verlegten Start hoch zu einem Berg der dritten Kategorie. Dort gingen gleich die ersten Attacken. Niki Terpstra ging hinterher und Peter Velits auch noch gleich mit. Letztendlich blieben vorne drei Fahrer übrig - die zwei Fahre von uns und Bernd Eisel von Team High Road. Die Spitzengruppe konnte sich kontinuierlich vom Feld absetzen. Das war eine angenehme Situation für uns, denn so konnten wir uns hinten im Feld verstecken und die anderen Teams arbeiten lassen. Bis auf über vier Minuten wuchs der Vorsprung an. Als das Tempo im Feld angezogen wurde, musste ich an einer Welle ein wenig reißen lassen. Ich stand sofort im Wind und hatte schnell ein richtiges Loch zum Feld. Mit mir fielen aber noch weitere Fahrer zurück. Wir formierten uns schnell und nahmen Tempo auf. So fuhren wir einige Kilometer mit circa 20 Sekunden Rückstand hinter der Gruppe her. So 20 bis 15 Kilometer vor dem Ziel hatten wir das Ende des Feldes erreicht. Doch ich konnte nicht so recht ins Feld reinfahren und hatte gleich wieder ein kleines Loch. Doch zum Glück waren hinter mir auch noch Fahrer. Wir machten zusammen Tempo und da die Gruppe dann ein paar Kilometer später das Spitzentrio einholte, wurden sie ein wenig langsamer. Wir erreichten das Feld 10 Kilometer vor dem Ziel und nun fuhr ich auch richtig rein ins Feld. Auf den letzten Kilometern arbeitete ich mich nach vorne, doch am Schlussanstieg zum Ziel war ich nicht mehr frisch genug. Die lange Nachführarbeit bei dem heftigen Wetter hatte doch ganz schön Kräfte gekostet. Landete am Ende auf Platz 13. Ein Platz unter den ersten 10 wäre noch ein bisschen schöner gewesen, aber so bin ich doch ganz zufrieden mit dem Ausgang der Etappe. Vor allem war es auch eine super Teamleistung heute - vier Fahrer von unserem Team waren in der ersten Gruppe. Dadurch haben wir heute in der Teamwertung den 2. Platz hinter Quick Step belegt. Ab morgen beginnen dann die schweren Etappen mit einigen Anstiegen. Mal sehen, wie sich meine Form in den nächsten Tagen weiterentwickelt. Also dann bis morgen wieder, euer Christian. |
| Paris-Nizza - Prolog - 9. März 2008 |
Um 14:12 Uhr heute war mein Start bei Paris-Nizza. Doch hatte ich, wie viele andere auch, etwas Pech mit dem Wetter. Nachdem schon einige das kurzes Zeitfahren hinter sich hatten, fing es an zu regnen. Bei regennasser Fahrbahn kann man natürlich nicht so gut durch die Kurven fahren. Das hat den Wettbewerb insgesamt etwas verzerrt. Aber zum Glück mussten wir ja nur 4,6 Kilometer - da waren die Zeitabstände dann trotzdem nicht so riesig. Bei mir lief's noch nicht so richtig gut heute. Mein Ergebnis ist dennoch ganz ok. Bin mit 25 Sekunden Rückstand auf Thor Hushovd 71. geworden. |
| Ruta del Sol, Andalusien, 2.1 - 5. Etappe - 21. Februar 2008 |
Auf der heutigen letzten Etappe gingen von Beginn an Attacken. Igor Astarloa und ich sind abwechselnd bei etwas größeren Gruppen immer mitgesprungen. Als sich dann zwei Fahrer vom Feld lösen konnten, kehrte hinten im Feld Ruhe ein. Wir machten eine Pinkelpause - dementsprechend schnell hatten die beiden einen gewissen Vorsprung herausgefahren. Caisse d'Epargne startete dann irgendwann mit der Nachführarbeit, um ihren Gesamtsieg zu sichern. Von uns stiegen Astarloa und Diudia mit ein. Da wir recht schnell näher kamen, wurde sogar nochmal ein wenig Tempo rausgenommen. Neun Kilometer vor dem Ziel kam nochmal ein Anstieg. Dort bin ich dann in die Führung und habe fast komplett bis oben durchgezogen. Die Ausreißer waren nur noch wenige Meter vor uns. Hinter mir fuhren aber die Jungs von Caisse d'Epargne - denen wollte ich dann auch noch was Arbeit lassen. Kurz bevor wir die beiden eingeholt hatten, attackierten dann nochmal fünf sechs Spanier - Igor ging mit. Doch hinten wurde das Tempo konsequent durchgezogen und kurz darauf hatten wir wieder alle eingeholt. Ab Kilometer fünf vor Ziel formierten wir uns mit dem kompletten Team an der Spitze des Feldes. Astarloa und Diudia gaben nochmal alles, nachdem sie heute schon viel Führungsarbeit geleistet hatten. Ab Kilometer drei ging ich in die Führung und konnte nochmal ein wenig das Tempo forcieren. Fuhr bis Kilometer 1,5 vor Ziel. Dann waren immer noch drei Fahrer vor Petacchi von uns - echt genial heute. Die drei machten einen super Job und Alessandro natürlich auch! Er holte sich den dritten Etappensieg in Folge - echt klasse. Ich kam mit dem Feld ins Ziel. Da in den letzten zwei Tagen keine Zeitabstände mehr gemacht wurden, bin ich der Gesamtwertung auf dem 21. Platz geblieben. Heute abend können wir dann auf den Sieg sogar mal mit ein zwei guten Gläschen Wein anstoßen - denn nun haben wir vier Tage Pause, bevor die Valencia-Rundfahrt beginnt. |
| Ruta del Sol, Andalusien, 2.1 - 4. Etappe - 20. Februar 2008 |
Die erste Flachetappe der Ruta del Sol verlief ganz klassisch. Nach einigen Attacken konnte sich eine Gruppe von fünf Fahrern erfolgreich lösen. Als sie einen gewissen Abstand zum Feld herausgefahren hatten und es näher zum Ziel hinging, formierten sich die Fahrer zur Nachführarbeit. Dabei das Team Caisse d'Epargne des Gesamtführenden und Diudia und ich von unserem Team Milram. Ganz nach Plan stellten wir dann die Ausreißer 1,5 Kilometer vor dem Ziel. Dann bauten wir unseren Zug auf und "brachten" Petacchi zum Ziel. Wir haben heute wirklich gut zusammengearbeitet. Alessandro war am Ende der Schnellste und holte den zweiten Etappensieg in Folge. Nach den unglücklichen ersten beiden Etappen freuen wir uns ganz besonders, dass wir heute wieder belohnt worden sind. Ich kam wieder mit dem Feld ins Ziel - auf Platz 45. Morgen steht nun schon die letzte Etappe an - wieder flach. Mal sehen, wie es morgen für uns läuft. Also dann bis morgen nochmal, euer Christian. |
| Ruta del Sol, Andalusien, 2.1 - 3. Etappe - 19. Februar 2008 |
Die 3. Etappe war nochmal eine richtig bergige Etappe. Gleich am ersten Berg wurde ordentlich Tempo gemacht. Ich konnte mit den Vorderen mithalten und wir konnten einen kleinen Vorsprung bis zur Spitze des Berges herausfahren. Doch auf der Abfahrt hat Skil-Shimano dermaßen Tempo gemacht und ist volles Risiko gegangen, so dass sie uns nach der Abfahrt wieder eingeholt hatten. Im Verlauf der Etappe wurde weiter permanent attackiert. Zwei Fahrer haben sich dann etwas lösen können. Ich bin immer gut vorne mit über die Berge gekommen. Am letzten Berg wurde dise Gruppe dann nochmal auseinander gerissen. Befand mich dann auf einmal in der zweiten Gruppe - in dieser war auch der bislang Führende und einige seiner Kollegen vom Team Skil-Shimano. Die haben natürlich versucht, wieder nach vorne aufzuschließen. Wahrscheinlich war ihr Kapitän aber nicht mehr richtig gut drauf, jedenfalls war das Tempo nicht hoch genug. Habe dann attackiert und konnte alleine wieder in die Gruppe davor aufschließen. In der waren auch Velo und Petacchi. Bin ganz nach vorne gefahren und habe zusammen mit Velo und den Fahrern von Caisse d'Epargne, die die Chance auf die Gesamtführung hatten, Nachführarbeit geleistet. Alessandro hat sich trotz des hohen Tempos am Berg super gehalten. Haben dann auf den letzten Kilometern nochmal alles gegeben, um die Lücke zu schließen und Alessandro in eine gute Position zu fahren. Alessandro musste dann alleine vollenden und hat's gemacht. Das war heute ein ganz großes Ding von Petacchi. Es ist schön, gleich so früh im Jahr an einem Erfolg teilhaben zu können. Das macht Lust auf die weiteren Rennen. Und eigentlich sind ja erst die letzten beiden Etappen der Andalusien-Rundfahrt die Sprinter-Etappen.... Bis morgen dann wieder, euer Christian. |
| Ruta del Sol, Andalusien, 2.1 - 2. Etappe - 18. Februar 2008 |
Auf der heutigen zweiten Etappe ging es direkt vom Start weg in den ersten Berg. Habe mich sehr gut gefühlt heute, außer dass mir ein wenig die linke Seite vom Sturz gestern weh getan hat. Aber die Beine waren gut. Bin den Berg ganz vorne mit drüber gefahren und befand mich dann mit Igor in einer 19-köpfigen Spitzengruppe. Auf der Abfahrt bin ich nicht volles Risiko gegangen - wollte mich ja nicht gleich nochmal hinlegen. Habe aber den Kontakt zur Gruppe gehalten. Dann am Ende der Abfahrt ist meine Kette abgesprungen und ich konnte sie nicht während der Fahrt wieder auf's Kettenblatt bringen. So musste ich anhalten und die Kette wieder auflegen. Das hat natürlich ganz schön Zeit gekostet. Habe dann am zweiten Berg wieder zu der vor mir fahrenden zweiten Gruppe aufgeschlossen. Die Spitzengruppe war erstmal außer Reichweite. Kurz nach mir landete auch Igor in der zweiten Gruppe - ihn hatte ein Reifenschaden aus der Spitzengruppe geworfen. Eigentlich ein bisschen viel Pech für eine Etappe. Bei uns in der Gruppe war auch der Führende López Gil vom andalusischen Team. Die haben dann sehr viel Tempo gemacht, um die vordere Gruppe wieder einzuholen. Igor und ich haben uns auch etwas an der Nachführarbeit beteiligt, aber leider konnten wir nicht wieder nach vorne aufschließen. Sind dann mit 4:02 Minuten Rückstand ins Ziel gekommen - habe dabei den 25. Platz belegt. Mit dem Defekt zu diesem ungünstigen Zeitpunkt trotzdem noch ganz ok. Natürlich ärgerlich, dass diese Spitzengruppe, in der ich mit dabei war, am Ende wirklich durchgekommen ist. Was mich aber zufrieden stellt dabei, ist, dass meine Form doch schon recht gut ist. Die Etappe morgen wird ähnlich anspruchsvoll wie heute. Da werden wir auf jeden Fall noch einmal schauen wie es läuft, hoffentlich etwas glücklicher als heute. Bis morgen dann wieder, euer Christian. |
| Ruta del Sol, Andalusien, 2.1 - 1. Etappe - 17. Februar 2008 |
Heute war die erste Etappe der Andalusien-Rundfahrt. Da dachte ich, ich komme hier ins sonnige Spanien... und dann hat's heute den ganzen Tag gegossen! Schon vor dem Start regnete es am Stück. Das Rennen startete daher auch erstmal recht ruhig. Nachdem drei Fahrer erfolgreich attackiert hatten, haben wir uns hinten formiert, um die Ausreißer auf Abstand zu halten. Aber die Strecke war wirklich kriminell - die Straßen waren teilweise wie Schmierseife. In einer Kurve gingen mir dann die Räder weg. Habe kurz überlegt, wie ich reagiere - gegensteuern oder sachte in den Graben lenken und auf eine weiche Landung hoffen. Habe mich für die zweite Variante entschlossen und Glück gehabt. Es tat sich kein unvorhersehbarer Abhang auf... landete einigermaßen sanft im Graben und habe mir nur ein paar kleine Prellungen zugezogen. Bin dann gleich wieder auf's Rad, wieder ran ans Feld und wieder nach vorne. Sind aber noch einige weitere Fahrer gestürzt. Haben dann das Unterfagen Aufholjagd aufgegeben - das war zu riskant heute. Außerdem wäre die Zielanfahrt eh nicht das Optimale für Alessandro gewesen. Auf den letzten 1000 Metern ging es nochmal richtig steil bergan. Haben die drei Fahrer also ziehen lassen und sind ein gutes Tempo weiter gefahren. Sind dann zu viert vom Team in der großen Gruppe ins Ziel gekommen. Ich als 44. Hoffe jetzt, dass mir morgen nichts weh tut. Heute ging es eigentlich ganz gut, aber manchmal merkt man es ja auch erst am nächsten Tag. Naja, wird schon.. Bis morgen dann wieder, euer Christian. |
| Qatar-Rundfahrt, 2.1 - 6. Etappe - 1. Februar 2008 |
Heute stand dann auch schon die letzte Etappe meiner ersten Rundfahrt in diesem Jahr an. Bin mit Grabschi und Niki wieder mit dem Rad zum Start gefahren. Und da haben wir gleich schon gemerkt, dass es heute so richtig windig war! So einen starken Wind hab ich hier ganz ehrlich noch nicht gehabt! Und kalt war's! Wahrscheinlich hat's sich durch den Wind so angefühlt - denn mein Tacho zeigte immer so 16°C bis 20°C. Also nicht wirklich viel kälter als die letzten Tage. Wegen des heftigen Windes wurde dann auch heute die Strecke leicht verändert. Der Veranstalter hatte wohl Sorgen, dass etwas passieren könnte. Wir Fahrer fanden die Entscheidung gut. Anstatt erst noch ne Schleife raus aus dem Startort Al Wakra und wieder zurück zu fahren, sind wir gleich Richtung Doha gefahren. Dort ging es auf eine neun Kilometer lange Runde, die wir dann neun Mal rund mussten, anstatt wie eigentlich geplant sechs Mal. Durch die Wetterlage war der Beginn des Rennens diesmal nicht ganz so hektisch wie sonst. Irgendwann attackierte mal ein Fahrer aus Doha, den das Feld auch ziehen ließ. Später gesellten sich noch zwei Fahrer hinzu. Der Vorsprung lag so bei über fünf Minuten. Die ersten drei Durchfahrten auf der Runde sind wir noch recht locker gefahren, danach wurde das Tempo allmählich vor allem vom Team Quick Step erhöht. Die hatten das Rennen heute natürlich im Griff. Die letzten drei Runden sind wir dann nochmal richtig schnell gefahren. Ca. zwei Runden vor Schluss, also so bei 20 Kilometer vor Ziel, hatten wir die Ausreißer dann auch wieder gestellt. Jetzt ging es in hohem Tempo weiter bis zum abschließenden Massensprint. Von uns konnte leider keiner vorne landen. Ich kam mit der ersten Gruppe ins Ziel. So weit bin ich ganz zufrieden mit meiner Leistung - schließlich ist das das erste Rennen der Saison und ich musste erstmal sehen, wo ich stehe mit meiner Form. Ich denke, darauf lässt sich aufbauen. Wir bleiben noch bis Montag in Qatar - der Veranstalter organisiert das immer so. Eigentlich möchte ich lieber so schnell es geht wieder nach Hause - freu mich schon, meine Tochter wieder zu sehen - aber gut, geht halt nicht anders. Werden die Zeit hier noch zum Training nutzen - hier ist zumindest besseres Wetter als zuhause. Vielleicht melde ich mich nochmal von hier - ansonsten spätestens wieder beim nächsten Renneinsatz bei der Andalusien-Rundfahrt. Bis dann also, euer Christian. |
| Qatar-Rundfahrt, 2.1 - 5. Etappe - 31. Januar 2008 |
Kölle Alaaf an die Heimat aus Qatar. Auch die 5. Etappe von der Al Khor Academy nach Al Khor Corniche über 170 Kilometer brachte nicht viel Neues. Wind von Anfang an, fahren auf der Windkante, Löcher reißen und wieder zufahren. Einmal ließ heute einer genau vor mir ein Loch reißen - das ist dann immer besonders ärgerlich. Aber wir sind in der Gruppe dann ordentlich zusammen gefahren und waren bei Kilometer 30 wieder in der ersten Gruppe drin. Heute haben einige mal versucht wegzukommen - ich konnte immer vorne mitgehen. Lief wirklich gut heut. Bei Kilometer 120 war ich wieder in einer Spitzengruppe mit dabei - doch dann bekam ich einen Platten. Die zweite Gruppe war ca. 30 Sekunden hinter uns - deshalb durfte unser Teamfahrzeug nicht hinter uns fahren. Der neutrale Materialwagen hat mir dann mein Laufrad gewechselt, aber er hat mich leider nicht mal kurz in seinen Windschatten gelassen. Alleine hatte ich natürlich keine Chance, wieder vorne aufzuschließen. So war ich dann heut wieder in der zweiten Gruppe. Aber gut - gegen die Sprinter hätte ich wohl eh keine Schnitte... Nach dem Rennen bin ich dann wieder mit dem Rad zurück ins Hotel - hatte somit heut 230 Kilometer. Eine richtig gute Trainingseinheit! Will mir hier ja schließlich Form holen für die Rennen in Spanien und für Paris-Nizza. Also dann bis morgen zur letzten Etappe in Qatar, euer Christian. |
| Qatar-Rundfahrt, 2.1 - 4. Etappe - 30. Januar 2008 |
Hallo liebe Leser. Wie jeden Tag haben sich Grabschi und ich heut so 10 Kilometer warm gefahren - das hab ich glaub ich seit der Jugendklasse nicht mehr gemacht. Aber hier geht's immer so früh zur Sache und wenn's dann auf die Windkante geht, ist es gut, wenn man schon warm ist und gut antreten kann. Heute war es jedoch das erste Mal nicht ganz so windig wie in den letzten Tagen. Am Khalifa Stadium ging es heute auf die 131,5 Kilometer lange 4. Etappe. Es bildeten sich wieder einige Gruppen, aber wir waren immer ganz gut vorne positioniert. Lief soweit ganz gut heut. Doch dann war plötzlich Hektik im Feld. Wir fuhren da schon etliche Kilometer auf einer Geraden als breites Feld. Ich dachte, hier passiert jetzt nix und hielt mich etwa in der Mitte des Feldes auf. Doch dann überlegte sich das Team Slipstream plötzlich auf die Windkante zu gehen. Das Feld wurde lang gezogen und die ersten Löcher rissen. Marco Velo fuhr noch an mir vorbei und rief "Nach vorne, nach vorne!" - auf italienisch natürlich - aber in dem Moment kam ich nicht ans Hinterrad. So saß ich in dann in der hinteren Gruppe fest. Wir haben es dann noch einige Kilometer versucht, wieder vorne ranzukommen, aber vergeblich. Irgendwann attackierten dann aus unserem Gruppetto heraus ein paar Fahrer aus Iran und Qatar - ein paar Fahrer schlossen sich an, darunter auch mein Zimmerkollege Grabschi. Wollte wohl noch ne kleine Trainingseinheit fahren ;-). Wir sind hinten unser Tempo weiter gefahren - aber wir waren jetzt auch nicht ganz langsam. Am Ende sind wir dann mit einem Abstand von 8:37 Minuten auf den Sieger ins Ziel gekommen. Von uns waren heut Velo und Niki in der ersten Gruppe, konnten aber leider auch nicht in den entscheidenden Kampf um den Etappensieg eingreifen. Ich bin vom Ziel aus noch die 40, 50 Kilometer ins Hotel zurückgefahren - war nicht so lang heut die Etappe - war ein schönes Ausrollen. Morgen steht die längste Etappe der Rundfahrt an - mal sehen, ob sich dann mal eine Spitzengruppe bildet... Dann bis morgen wieder, euer Christian. |
| Qatar-Rundfahrt, 2.1 - 3. Etappe - 29. Januar 2008 |
Hallo liebe Leser. Die heutige 3. Etappe startete an der Kamelrennstrecke - wie auch schon in den letzten vier Jahren. Im ersten, naja und auch im zweiten Jahr noch, war das alles ganz neu und aufregend hier. Aber ich muss ehrlich sagen, dass diese Gegend hier schon ziemlich eintönig ist. Man guckt auch gar nicht mehr so genau hin - hat sich halt nix verändert in den letzten Jahren. Das Rennen lief ähnlich ab wie gestern - aber nicht ganz so schnell. Auf der Windkante zerfiel das Feld immer wieder in mehrere Teile. Ich konnte mich aber immer gut vorne aufhalten. Die Löcher, die hin und wieder vor uns rissen, konnten wir immer wieder schließen. Diudia von uns startete schon recht früh eine Attacke - aber keiner aus dem Feld wollte mitgehen. So fuhr er die ganze Zeit alleine vor dem Feld her, bis wir ihn 20 Kilometer vor dem Ziel wieder ein hatten. Auf den Strecken hier in Qatar ist das aber ziemlich absehbar, dass man hier alleine nicht durchkommt. 10 Kilometer vor dem Ziel waren wir noch mit mehreren in der vordersten Gruppe. Doch dann ging es nochmal auf die Windkante und das Feld zerriss noch einmal. Hätte nicht gedacht, dass auf den letzten Kilometern nochmal solch ein Loch reißt. Leider waren wir in dem Moment etwas zu weit hinten und konnten dann nicht mehr in den Massenspurt eingreifen. Schade. Aber morgen werden wir es wieder versuchen. Ansonsten bin ich mit den ersten Rennkilometern des Jahres ganz zufrieden. Wir arbeiten hier als Team gut zusammen und sammeln wichtige Rennkilometer für die Frühjahrsklassiker. Dann bis morgen wieder, euer Christian. |
| Qatar-Rundfahrt, 2.1 - 2. Etappe - 28. Januar 2008 |
Hallo aus Qatar, heute war die 2. Etappe der Tour of Qatar. Der Start heut war sehr weit entfernt - wir hatten einen Transfer von rund 100 Kilometern nach Al Zubarah - einer kleinen Burg mitten im Niemandsland. Von dort aus ging es über 138 Kilometer zum Doha Golfclub. Es ging vom Start weg richtig rund und so nach fünf Kilometern war das Feld schon in mehrere Teile zersprengt. In der ersten Gruppe war nur Niki. Dahinter in der zweiten waren Marco Velo, Alberto Ongarato, Volodymyr Diudia und ich. Wir hatten über 50 Kilometer nie mehr als 30 Sekunden Rückstand, ehe wir dann den Anschluss an die erste Gruppe wieder geschafft hatten. Doch dann fielen Marco und Onga leider durch Reifenschaden zurück. Auf den letzten 40 Kilometern zerlegte sich unsere Gruppe nochmal total. Und ich hab's leider wieder nur in die 2. Gruppe geschafft. Wir sind bis kurz vorm Ziel mit einem Abstand von gerade mal 20 Sekunden hinterher gefahren, aber konnten das Loch einfach nicht schließen. War dann am Ende bester Milram-Fahrer, da wir keinen in der ersten Gruppe hatten. Bin mit einem Rückstand von 45 Sekunden 22. geworden. Und jetzt für alle, die sich mit so etwas auskennen, um zu zeigen, wie hart es heut war: Wir hatten einen 54er Schnitt und mein Durchschnittswatt war 370 (das ist verdammt viel!!) Ach ja - gewonnen hat Tom Boonen - wer auch sonst hier in Qatar. :-) Dann bis morgen wieder, euer Christian. |
| Qatar-Rundfahrt, 2.1 - 1. Etappe - 27. Januar 2008 |
Hallo aus Qatar, heut war das Mannschaftszeitfahren über sechs Kilometer. Mein Zimmerkollege Grabschi und ich haben heut den Tag richtig ruhig angehen lassen. Wir haben erst mal ausgeschlafen und dann die freiwillige Trainingseinheit um 10 Uhr ausfallen lassen. Die anderen sind eine Stunde gefahren, aber unsere Entscheidung stellte sich als besser heraus. Weil es heut Morgen geregnet hatte, sahen sie aus, als wenn sie grad ne Runde Cross gefahren wären :-). Zum Rennen: Unsere Startzeit war um 15:20 Uhr Ortszeit (also 13:20 Uhr deutscher Zeit) und wir waren natürlich motiviert, so gut zu fahren wie letztes Jahr, wo wir hier Zweite wurden. Sind eigentlich gut über die sechs Kilometer gekommen. Wir haben nur etwas Zeit im ersten Kreisverkehr verloren, wo die anderen mein Hinterrad nicht halten konnten, aber ansonsten lief alles ganz gut. Sind dann am Ende mit einer Zeit von 6:48 Minuten 13. geworden hinter dem Sieger Quick Step, die eine Zeit von 6:35 Minuten gefahren sind. Bis morgen dann wieder, euer Christian. |
| Aufenthalt in Qatar - 25. Januar 2008 |
Hallo liebe Fans, ich melde mich das erste Mal dieses Jahr aus Qatar. Mit der Tour of Qatar beginnt auch im Jahr 2008 wieder meine Saison. Die Anreise am Mittwoch war recht entspannt. Ich hab mir auf dem Sieben-Stunden-Flug drei Filme angeschaut und dann waren wir auch schon hier. Vom Flughafen aus ging es direkt ins Hotel in Doha, nur leider ist unser Bus einen Kilometer vorm Hotel verreckt. Aber wir haben das Beste draus gemacht und ein kleiner Spaziergang nach so einem Reisetag ist ja gar nicht so schlecht. Die letzten beiden Tage haben wir dann gut trainiert hier, da wir ja noch bis Sonntag Zeit haben, ehe die Rundfahrt mit einem Sechs-Kilometer-Mannschaftszeitfahren los geht. Und für alle die sich für das Wetter hier interessieren: Wind, viel Wind und so 20 bis 25 Grad, also ungefähr wie die Jahre zuvor. Mal sehen, wie es bei den ersten Rennen so läuft. Am Sonntag geht's los mit der ersten Etappe. Also schaut am Sonntag Abend wieder rein in mein Tagebuch! Bis dahin, euer Christian. |